Der in Deutschland viertgrößte Netzbetreiber O² fing mit dem Kostenairbag ab derzeit 45,00 Euro an und sorgte für eine neue Marktnische, die nun gefüllt wird. Denn immer mehr Provider bieten ihren Kunden den Kostenstopp an. Das bedeutet, Nutzer telefonieren bis zu einer gewissen Höhe im Monat und wenn der Betrag erreicht ist, verwandelt sich der Prepaid Tarif in eine Flatrate. Das Angebot klingt verlockend, aber ist ein Kostenstopp wirklich günstiger als eine klassische Flatrate bei Prepaid Tarifen?
Simyo beispielsweise bietet die Pille fürs Handy an und so wird ab 39,00 Euro Verbrauch im Monat der Prepaid Tarif zu einer Flatrate. Der Minutenpreis und die Kosten für das Versenden pro SMS liegen dabei einheitlich bei 9 Cent. Der Kostenstopp gilt sowohl für das surfen, telefonieren und simsen. Im Vergleich dazu können aber auch Zusatzoptionen gebucht werden. Die Festnetzflatrate für 9,90 Euro und auch die SMS sowie die Surfflatrate mit 1 GB kosten 9,90 Euro. Somit käme man auf 29,70 Euro und innerhalb der Community kann dann noch eine Flat für 3,90 Euro bestellt werden. So macht das Endergebnis 33,60 Euro und ist somit nur gering günstiger als der von simyo angebotene Kostenstopp.
Auch beim Discounter blau.de liegt der Kostenstopp bei 39,00 Euro und ähnelt stark dem Angebot von simyo. Das gilt bei den Kosten für die SMS und Festnetzflat. Wer allerdings weniger unterwegs mit dem Handy surft, bekommt bei blau.de ein 100 MB Datentarif für 3,90 Euro. Aber rein rechnerisch liegen die Kosten ebenfalls nur gering niedriger.
Fazit: Der Kostenstopp, Kostenairbaig oder wie auch immer die Anbieter ihn nennen, ist vor allem für alle Nutzer von Prepaid Tarifen vorteilhaft, die sich zu den Vieltelefonierern zählen. Wer allerdings nur das Handy gelegentlich benutzt oder nur ins Festnetz nutzt, könnte mit einer einfachen Flatrate durchaus günstiger hingekommen. Die Absolute Kostenkontrolle bleibt weiterhin bestehen bei guten Prepaid Tarife, daher sollte man die Kosten der Anbieter vorher gut prüfen.